Im Folgenden finden sich Informationen zu Opfern von rechten Morden in Berlin. Die Seite befindet sich derzeit noch im Aufbau, es besteht daher kein Anspruch auf Vollständigkeit.

2016

Jim Reeves

Eugeniu Botnari
Eugeniu Botnari
 

2015 kam Eugeniu Botnari aus Moldavien nach Deutschland. Hier kam er bei Freunden und Verwandten unter. Er wurde am 17.09.2016 vom Inhaber der Edeka Filiale am S+U Lichtenberg des Diebstahls bezichtigt, in einen verschlossenen Raum gebracht und dort zusammengeschlagen. Er verstarb wenige Tage später in Folge der Verletzungen. Eugeniu Botnari hinterließ eine Frau, die als Nebenklägerin beim Prozess gegen seinen Mörder auftrat. (weiterlesen)

2015

Luke Holland

2012

Burak Bektaş

2008

Nguyễn Tấn Dũng
Nguyễn Tấn Dũng
Nguyễn Tấn Dũng  reiste anfang Februar 2007 über Russland und weitere Drittländer nach Deutschland um einen Asylantrag zu stellen. Er hatte gehört, dass es in Deutschland Freiheit gebe und die Menschenrechte geachtet würden. Zudem wurde ihm auch vor seiner Ausreise nach Deutschland ein Job Angeboten. Zur Zeit der Tat wohnte er in einer Geflüchtetenunterkunft in Spandau und hielt sich häufig am Dong Xuan-Center in Berlin-Lichtenberg auf.
Am 5. August 2008 wurde er für den Verkauf unversteuerter Zigaretten verantwortlich gemacht und in Folge dessen bedroht.
Am Tag darauf traf der Täter erneut auf ihn. Dieser rief darauf direkt die Polizei und versuchte Tấn Dũng fest zu halten, was dieser abwerte und versuchte weg zu laufen. Der Täter zog daraufhin ein Messer und stach ihm in den Brustbereich. (weiterlesen)

2003

Attila Murat Aydin

2001

Ingo Binsch

2000

Dieter Eich
Dieter Eich
 

Dieter Eich, damals 60 Jahre alt, wurde in der Nacht vom 23.05. auf den 24.05.2000 von Nazis in Berlin-Buch ermordet, da er zu diesem Zeitpunkt erwerbslos war und für die Rechten damit als „Asozialer“ galt. (weiterlesen)

1999

Kurt Schneider
Kurt Schneider
Kurt Schneider war gelernter Maurer aus Königs Wusterhausen. 1994 zog er nach Berlin. Zur Tatzeit wohnte er erst seit kurzem in Lichtenberg. In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von ermordet.
Eine Gruppe Neonazis wurde bei ihrer Abendtour mit dem Ausgangsort „Café Germania“, einer der vielen Neonaziskeipen des Berlins der 90er Jahre, auf ihn aufmerksam. Sie forderten von Kurt Schneider Geld, traktierten ihn mit Schlägen und Tritten und ließen ihn schwer verletzt im ehemaligen Urnenhain am Hoenerweg liegen. Wenig später kamen sie zurück und töteten ihn mit einem mitgebrachten Messer, sowie Tritten gegen Kopf und Körper. Die Neonazis waren teilweise einschlägig vorbestraft und rechneten sich den sogenannten „Hammerskins″ zu. (weiterlesen)

1994

Beate Fischer
Beate Fischer
Beate Fischer wurde 32 Jahre alt, war Ehefrau und Mutter zweier Kinder. Sie ist in Weißensee aufgewachsen.
Am Abend des 23. Julis 1994 traf sie am S-Bahnhof Lichtenberg auf die späteren Täter. Einer von ihnen lebte im von Neonazis besetzten Haus in der Lichtenberger Weitlingstraße. Nachdem sie (laut Gericht) zunächst freiwillig mit ihnen in die Wohnung in Reinickendorf fuhr, endete der Abend für sie in stundenlanger Vergewaltigungen, Folter, mehreren Mordversuchen und schließlich ihrem Tod. Die Neonazis legten ihren Körper zu den Mülltonnen vor dem Haus. Sie ermordeten Beate Fischer aus Frauen*feindlichkeit heraus, aber auch aufgrund der Stigmatisierung als Sexarbeiter*in. (weiterlesen)

Jan Wnenczak

1993

Hans-Joachim Heidelberg

1992

Silvio Meier
Silvio Meier

Günter Schwannecke
Günter Schwannecke
 

Günter Heinrich Hermann Schwannecke war ein bekannter, zeitgenössischer Kunstmaler, lebte und wirkte u.a. in Berlin und Braunschweig. Im August 1992 wurde er in Berlin von Neonazis ermordet. Anschließend geriet er überwiegend in Vergessenheit. Heute erkennen ihn die Bundesregierung und der Berliner Senat als Todesopfer rechter Gewalt an. (weiterlesen)

Nguyễn Văn Tú
Nguyễn Văn Tú
Der 1963 in Vietnam geborene Nguyễn Văn Tú kam 1987 als Vertragsarbeiter in die DDR und arbeitete bis zum November 1990 im VEB Gummikombinat in Waltershausen (Tühringen). Nguyễn Văn Tú war nicht verheiratet, hinterließ aber in Vietnam seine Familie (Eltern und Geschwister), welcher er mit seinem Gehalt und später Arbeitslosenhilfe unterstützte.
Am 24. April 1992 verkauften begleitete Văn Tú seinen Freund Liem Le Duc zum Browdowiner Ring, der hier Zigaretten verkaufen wollte. Der Täter belästigte sie hier, woraufhin sie versuchten ihn zur Rede zu stellen. Im Anschluss kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Nguyễn Văn Tú, vier weiteren Händlern und dem Täter und seiner Begleitung. Während dieser wurde Nguyễn Văn Tú mit einem Butterflymesser erstochen. (weiterlesen)

1991

Mete Ekşi

1990

Klaus-Dieter Reichert

Klaus-Dieter Reichert wurde 1966 in einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern geboren. 1990 lebte er schon eine Weile bei wechselnden Bekannten in Berlin. am 11.12.1990 verprügelten Neonazis ihn in einer Wohnung im 10. OG eines Lichtenberger Plattenbaus. In die Ecke gedrängt sah Klaus-Dieter Reichert keinen anderen Ausweg und sprang aus dem offenen Fenster in den Tod. (weiterlesen)

 

 

 

Mahmud Azhar

1989

Ufuk Şahin
Ufuk Şahin
Ufuk Şahin lebte seit seinem 5. Lebensjahr in West-Berlin, nachdem er mit seinen Eltern aus der Türkei kam. Er absolvierte die Realschule und lernte Schlosser. Zuletzt arbeitete er bei der Berliner Firma Waggon-Union und betrieb nebenher einen kleinen Imbiss. Mit seiner Frau bekam er einen Sohn und lebte mit seiner Familie im Märkischen Viertel. Am 12. Mai 1989 ging Ufuk Şahin am Abend mit seinem Freund Murat P. im Viertel spazieren. In der Nähe seines Wohnhauses trafen sie auf ein deutschen Paar, die Şahin rassistisch beleidigten und anschließend mit einem Messer niederstachen. Er verblutete noch am Tatort. (weiterlesen)

1980

Celalettin Kesim
Celalettin Kesim
Celalettin Kesim kam 1973 als Arbeitsmigrant aus der Türkei nach West-Berlin. Er arbeitete zuerst als Dreher bei Borsig und später arbeitete er als Lehrer an einer Berufsschule. Kesim gehörte der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP) an. Er war verheiratet und hatte einen Sohn, zum Zeitpunkt seines Todes war seine Ehefrau erneut schwanger.
Am 5. Januar 1980 wurde er beim verteilen von Flugblätter, die vor einem drohenden Putsch in der Türkei warnten, erstochen. Die Täter waren etwa 70 Islamisten und Anhänger der grauen Wölfe, die bewaffnet aus der nahegelegenen Mevlana-Moschee stürmten. Zivilpolizisten hatten den Überfall beobachtet, dennoch trafen Sicherheitskräfte und der Notarzt erst nach einer halben Stunde ein. (weiterlesen)