In Gedenken an Beate Fischer – 1994 von Neonazis ermordet

Niemand ist vergessen!
In Gedenken an Beate Fischer – 1994 von Neonazis ermordet

Aufruf zum Gedenken am 23. Juli 2019

Dienstag, 23. Juli um 18 Uhr
Residenzstr. Ecke Emmentaler Str.
U-Bhf. Residenzstr. | Berlin-Reinickendorf

Kopiervorlagen (A4)
Hintergrund: schwarz & weiss

Am 23. Juli 1994 wurde Beate Fischer von drei jungen Neonazis nach stundenlanger Vergewaltigung und Folter ermordet. Die zu diesem Zeitpunkt 32 Jahre alte Beate Fischer kam aus Weißensee und war Mutter zweier Kinder. Beate Fischer war zudem Sexarbeiterin. Ihr Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal.

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Gedenkdemo für Dieter Eich – Gegen Nazis und Sozialchauvinismus!

In Gedenken an Dieter Eich Vor 19 Jahren von Nazis in Berlin-Buch ermordet ermordet

Demonstration:
Fr. 24. Mai 2019 | 17.00 Uhr | S-Bhf. Buch
Anreise aus der Innenstadt: 16:30 Uhr S-Bhf. Gesundbrunnen

In der Nacht vom 23. auf den 24.05.2000, feierten vier Jungnazis eine Wohnungseinweihungsfeier. Bereits vor Beginn der Feierlichkeit beleidigten sie beim Alkoholeinkauf einen Migranten und brüllten »Sieg heil!«-Rufe aus dem Fenster der Wohnung. Im Laufe des Abends beschlossen sie „einen Assi zu klatschen“ und verprügelten den damals 60 jährigen Dieter Eich, welcher im selben Aufgang wohnte. Dieser war zu jenem Zeitpunkt erwerbslos und galt im Viertel als »Trinker«. Später gingen sie ein weiteres Mal in seine Wohnung und erstachen ihn, damit er sie bei der Polizei nicht anzeigen konnte.

Rechte behaupten oft von sich, für sozial schwache Deutsche einzustehen. Die Realität sieht anders aus: Dieter Eich musste sterben, weil er aufgrund seiner Erwerbslosigkeit und seiner Alkoholkrankheit nicht in das rechte Weltbild seiner Mörder passte. Dem Mord lag die nationalsozialistische Vorstellung von »wertem« und »unwertem« Leben zugrunde. Die zahlreichen Angriffe auf Wohnungslose zeigen, dass nicht nur rechte Schläger ihre Opfer aufgrund von Schwäche und »geringer Leistungsfähigkeit« angreifen.

So starben seit dem Mauerfall mindestens 505 Wohnungslose durch gewalttätige Angriffe, in 26 Fällen davon nachweislich durch Nazis. Die Täter unterscheiden sich, ihre Motive sind jedoch dieselben: Die sozialdarwinistische Vorstellung, finanziell schwächere Menschen sowie Erwerbs- und Wohnugslose seien selbst Schuld an ihrer Situation und daher verachtens- oder gar nicht lebenswert. Dieser Vorstellung gilt es entgegenzutreten.

Die Mörder Dieter Eichs wurden zwar gefasst und verurteilt, allerdings leugneten die Behörden die rechte Motivation des Mordes über viele Jahre hinweg. Erst nachdem eine Forscher*innengruppe der TU Berlin den Fall erneut untersucht und im Mai 2018 eindeutig als rechten Mord eingestuft hatte, kam auch die Berliner Polizei nicht mehr umhin, ihn auf die mittlerweile neun Fälle zählende Liste der behördlich anerkannten Todesopfer von Neonazis in Berlin seit 1990 zu setzen. Dennoch sind damit noch immer nicht alle Fälle erfasst, die unabhängige Stellen (Amadeu Antonio Stiftung, Tagesspiegel und Zeit) recherchiert haben. Wir fordern weiterhin eine Anerkennung von allen Todesopfern rechter Gewalt. Aber auch unabhängig vom Eingang in Statistiken ist es wichtig, die Betroffenen rechter Gewalt nicht zu vergessen und eine solidarische Bewegung gegen soziale Ausgrenzung aufzubauen, um konsequent und radikal gegen den faschistoiden Zeitgeist vorzugehen. Demonstriert darum am 24. Mai mit uns in Buch. Niemand ist vergessen!

>>> Facebook-Event für die Demo <<<

Kontakt: nea@riseup.net

Aufrufer*innen:

Niemand ist vergessen!
Nort East Antifa (NEA)
Antirassistische Inititaive Berlin e.V.
DIE LINKE Pankow
Berlin Leftist Youth (BLY)
Antifa Westberlin
Berliner Obdachlosenhilfe Wedding
Basta Erwerbsloseninitiative

In Gedenken an Ufuk Şahin – Ufuk Şahin anısına miting

In Gedenken an Ufuk Şahin

Vor 30 Jahren, am 12. Mai 1989, am 12. Mai 1989, von einem Rassisten im Märkischen Viertel ermordet.

So. 12. Mai 2019 – Kundgebung
13 Uhr – Wilhelmsruher Damm 224-228 – U/S-Bhf. Wittenau
(U8-Endhaltestelle, S1, S26)

Aufruf in türkisch und deutsch

Am 12.05.1989 wird Ufuk Şahin, ein 24 jähriger Berliner, Vater eines 2jährigen Sohnes, im märkischen Viertel auf dem Fußweg vor dem Haus Wilhelmsruher Damm 224 von einem Rassisten aus der Nachbarschaft erstochen. Der Nachbar offenbart bei der Tat und auch wieder im späteren Prozess seine rassistischen Motive. Unmittelbar nach dem Mord organisieren Angehörige, Freund*innen und Nachbar*innen eine Demonstration: am 19. Mai 1989 ziehen 1500 Menschen durch das Märkische Viertel. Einen Tag später, am 20.05. demonstrieren fast 10.000 Menschen am Rathaus Schöneberg, dem damaligen Regierungssitz West-Berlins gegen den eskalierenden Rassismus. Schon in den 1980er Jahren häufen sich rassistische Morde in den westdeutschen Großstädten. In der Folge dieses und weiterer Morde beginnen jüngere Berliner*innen, sich in Selbstschutz-Gruppen zu organisieren. Im Oktober 1989 wird der Täter Andreas Sch. zwar zu 5 Jahren Haft verurteilt, ein rassistisches (damals »ausländerfeindliches«) Motiv kann die Richterin Eschenhagen jedoch nicht erkennen, obwohl Andrea Sch. im Gericht als Motiv Ärger über »all die Kanaken« geäußert hatte. Der Mord an Ufuk Şahin steht für uns stellvertretend für die vielen rassistischen Morde und Gewalttaten seit den 80er Jahren und den Umgang der Strafverfolgungsbehörden und der Gesellschaft mit ihnen: Oft unaufgeklärt, vertuscht, ihrer politischen Bedeutung enthoben. Morde wie die des NSU, haben uns gezeigt: Deutsche Täter morden mit rassistischen Motiven, dies darf aber nicht ermittelt und erkannt werden. Strafverfolgung wird auf das nicht-vermeidbare beschränkt. Die rassistischen Motive und die unhaltbaren deutschen Zustände (von Diskriminierung und Ausgrenzung bis zu Gewalt und Mord) will die Mehrheitsgesellschaft nicht wahrhaben. Die Opfer und Betroffenen werden alleine gelassen, immer wird sind sie es sogar, gegen die ermittelt wird und nicht zu selten werden sie ignoriert oder vergessen. Auch an Ufuk Şahin erinnert seit Jahrzehnten nichts im öffentlichen Raum und Leben von Berlin. Dies möchten wir ändern: Wir möchten mit Euch/Ihnen gemeinsam an seinem 30. Todestag an Ufuk Şahin erinnern.
Kommt/kommen Sie am 12.05. um 13 Uhr zum Wilhelmsruher Damm 224-228

Kommt außerdem zur Demo gegen Rassimus und das AfD-Restaurant „Maestral“Sa. 18. Mai – 14.00 Uhr – U/S-Bhf. Wittenau

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Ufuk Şahin anısına miting
Otuz yıl önce, 12 Mayıs 1989’da, Märkisches Viertel’de bir ırkçı tarafından katledilen
12.05.1989’da, 2 yaşındaki bir oğlunun babası olan, 24 yaşındaki Berlinli Ufuk Şahin, mahalledeki bir ırkçı tarafından Wilhelmsruher Damm 224’ün önünde bulunan Märkischer Viertel semtinde bıçaklanarak öldürüldü.
Cinayetin hemen ardından akrabalar, arkadaşlar ve komşular bir yürüyüş düzenlediler. 19.05.1989’da 1500 kişi yürüyüşe katildi. Ertesi gün Rathaus Schöneberg’de artan ırkçılığa karşı yaklaşık 10.000 kişi protesto yaptı. 1980’de Batı Alman şehirlerinde ırkçı cinayetler yaygınlaştı.
Ekim 1989’da, Faili Andreas S. 5 yıl hapis cezası almisdir, ancak ırkçı bir sebep olarak, yargıcın »Kanacken« üzerindeki bir öfke olarak Andreas mahkemede ifade etmesine rağmen, yargıç kabul etmedi.
Ufuk Şahin cinayeti, 1980’lerden bu bu güne kadar birçok ırkçı cinayeti ve şiddet eylemini ve kanun uygulayıcı kurumların onlarla başa çıkma tarzını temsil ediyor. aydınlatılmamış ve kapatılmış davalar siyasi önemlerinden kaldırıldı. NSU cinayetleri bize Alman katillerini ırkçı güdülerle öldürdüğünü göstermiştir. Bu göz ardı ediliyor. Irkçılar ve Alman makamları toplum kabul etmek istemiyor. Mağdurlar ve akrabaları yalnız bırakılmıştır. Birçoğu kendilerine karşı soruşturulmustur ve çoğunlukla unutulumus.
Ufuk Şahin için hala bir anma günü yok. Bunu değiştirmek istiyoruz. 30. Ölüm yıldönümünde Ufuk Şahin’i anmak istiyoruz. Sizlerle beraber 12.05.2019 tarihinde saat 13: 00’de Wilhelmsruher Damm 224’e yürüyüşü protestosu düzenlemek istiyoruz.

12 Mayıs 2019 Pazar günü – ralli
Saat 13 – Wilhelmsruher Damm 224-228 – U/S-Bhf. Wittenau

18. Mai – Irkçılığa karşı gösteri – Saat 13 – U/S-Bhf. Wittenau

Infos: www.berlin.niemandistvergessen.net & www.ari-berlin.org
Kontakt: mail@ari-berlin.org

>>> Facebook-Event für die Demo <<<

Aufrufer*innen:

Allmende e.V.
Antirassistische Inititaive Berlin e.V.
Basis Antifa Nord (BAN)
DIE LINKE Reinickendorf OV Nord
Hände weg vom Wedding
Initiative zum Gedenken an Ufuk Şahin
Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
Katina Schubert, MdB (Fraktion DIE LINKE Berlin)
Niemand ist vergessen!
Nort East Antifa (NEA)
ReachOut Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemeitischer Gewalt
Türkische Bund in Berlin-Brandenburg (TBB)

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